Willkommen beim TC Schwarz-Gelb Heidelberg

1928 bis heute

Der Tennis-Club Schwarz-Gelb Heidelberg wurde im Jahr 1928 unter dem Namen "Tennisclub Heidelberg Rohrbach" gegründet. Die Farben waren auch da schon Schwarz-Gelb. In Eigenarbeit wurden im Heidelberger Stadtteil Rohrbach, genauer am Eselsgrund, zwei Plätze gebaut. Zudem eine Tenniswand und ein kleines, wenige Quadratmeter messendes Clubhaus errichtet. Bis 1930 hatte der Club ca. 80 Mitglieder.
Die politischen und wirtschaftlichen Umstände im Deutschland der 1930er Jahre machten Tennis zu einem unpopulären Sport. Das bekam auch der Club zu spüren. Er war verschuldet und stand ohne Vorstand da.
1932 nahmen gerade einmal 9 Mitglieder an der Mitgliederversammlung teil, einer davon war Max Berk mit seiner Gattin Dr. Erika Berk. Max Berk wurde an diesem Tag zum Vorsitzenden gewählt und behielt das Amt 30 Jahre inne. Mit seinem Antritt veränderte sich vieles, um nicht zu sagen alles. Sein ideelles und materielles Engagement ließ Schwarz-Gelb zu einem der Clubs in Baden heranwachsen. Die Mannschaften fuhren die ersten Erfolge ein.
Als das alte Gelände von der Stadt anderweitig bebaut werden sollte, zog der Club 1939 um. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Heidelberger Turn-Verein (HTV), konnte an der Ostseite des HTV-Geländes, wieder in Eigenarbeit der Mitglieder, mit dem Bau von drei Plätzen begonne werden. Während der Wirren des 2. Weltkriegs wurde vorallem während des Fronturlaubs gespielt. Mannschaften hingegen haben während dieser Zeit aus verständlichen Gründen nicht gespielt.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs konnte man sich dann aber wieder auf das sportliche besinnen. Unter dem Vorsitz von Max Berk wuchs die Mitgliederzahl ständig und stetig. Es wurde ein leistungssportorientierte Linie eingeschlagen. Pionierarbeit leistete der Verein unter Max Berk auch mit dem Bau der Tennishalle 1952. Es war dies die erste reine Tennishalle in Deutschland. Und da diese durch die Bahngleise von den Aussenplätzen getrennt war, baute man einen Steg über die Bahngleise, um außerdem die Erreichbarkeit von der Stadt her zu erleichtern. Im Jahre 1958 reichte auch das Holzhäuschen nicht mehr aus und man baute ein neues Clubhaus, eben jenes, dass noch heute das Zentrum des Clubs bildet.
1974 reichten die drei Plätze schließlich nicht mehr aus um den Bedarf zu decken. Nach erneuten erfolgreichen Verhandlungen mit dem HTV konnte noch ein weiteres Geländestück den Bau von fünf weiteren Plätzen ermöglichen. Zudem wurde ein kleines Holzhaus gebaut, welches sowohl als Clubhaus, als auch als Umkleidekabine genutzt wurde.

Von diesem Zeitpunkt an verpflichtete der Club erstklassige Trainer, eine Tradition der sich die Verantwortlichen noch und gerade heute verpflichtet fühlen.
1947: Herr Härtel aus Berlin; eigentlich Eiskunstlauftrainer in Mannheim
1948: Rudi Probst; schon damals Tennisprofi und Deutscher Vizemeister
1950: Rudolph Rhode; renomierter Trainer und Techniker
1954: Zlatko Horvath (Jugoslawien)
1955: Peter Mulloy (Australien); Australischer Jugendmeister und Davis-Cup-Spieler und außerdem ein vollendeter Gentleman
1961: Ivo Plecevic (Jugoslawien); Jugoslawischer Spitzenspieler und Coach der Daviscupmannschaft seines Landes; mitverantwortlich für die größten Erfolge Schwarz-Gelber Nachwuchsspieler
1970: Boris Brevskar (Jugoslawien); errang internationale Bekanntheit durch seine Arbeit mit Boris Becker, Steffi Graf und Anke Huber
1977: John Fairchild (Australien); Spieler und Punktegarant der 1. Herrenmannschaft und zwischen 1981-1983 Doppelpartner von Boris Becker
1985: Gerard Reeizigt; gute Arbeit in im Nachwuchs- und Breitensportbereich
1990: Alex Kukaras (Serbien); er stellt die Jugendarbeit von Schwarz-Gelb auf völlig neue Füße und gründete die Tennisschule von Schwarz-Gelb
2002: Wojtek Sielicki; sprang für den damals verletzten Alex Kukaras ein
seit 2008: wieder Alex Kukaras, der nach nicht so guten Jahren wieder dabei ist, die Nachwuchsarbeit zu professionalisieren und ein Garant ist für ausgezeichnete und erfolgreiche Trainingsarbeit


Dieser Fokus auf gute Trainer war die Prämisse für die sportlichen Leistungen. Schon kurz nach Ende des 2. Weltkriegs stellten sich schnell sportliche Erfolge ein. Die Herrenmannschaft wurde im Jahr 1947 Badischer Mannschaftsmeister unbd konnte diesen Titel in den sechs Folgejahren jeweils verteidigen. Nur ein Jahr später, 1948, gelang dies auch den Damen. Gerade die Damenmannschaften von Schwarz-Gelb waren viele Jahrzehnte lang besonders erfolgreich. Hiedelberg wurde dank der Erfolge von Schwarz-Gelb und dem befreundeten Heidelberger Tennis-Club (HTC) zu einer Tennis-Hochburg. Mit dem Aufstieg in die Oberliga im Jahr 2008 will man auch hier wieder an die Tradition anknüpfen.
Eine Chronik Schwarz-Gelber Erfolge in Einzel- und Mannschaftswettbewerben:
- Vera Berk: Deutsche Jugendmeisterin 1956, Badische Meisterin bei den Aktiven 1956, 1957 mit gerade mal 15 Jahren
- Jockel Elzer: Deutscher Knabenmeister 1964 und Deutscher Juniorenmeister 1968
- viele Badische Meistertitel durch Doris Berk, Gabi Müller, Renate Fischer, Kurt Hubalek, Dieter Menzer, Mathias Wisniowski, Peter von Traitteur, Jan Gröger und Frank Bauerdick
- 1966 gewinnt Schwarz-Gelb sämtliche Badischen Jugendmeistertitel und bestätigt seine führende Stellung im Nachwuchsbereich
- 1967 werden die Herren von Schwarz-Gelb Deutscher Vizemeister und erreichen beim Europapokal in Paris den 3. Platz
- 1973 wird die Herrenmannschaft 3. in der Bundesliga
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